Vom Penner bis zum VIP

Mittwoch, 07.08.2013

Kleiner Zwischenbericht wie ich von Australien nach Thailand gekommen bin ;)
Von Brisbane gings Mittags aus nach Singapore. Hatte einen Fensterplatz und der Flieger war zum Glück nicht ausgebucht, sodass ich gleich 2 Plätze in Anspruch nehmen konnte ;) Der Flug verging wirklich „wie im Flug“. 8 Stunden ratz fatz vorbei!

In Singapore angekommen war ich jedoch etwas verloren. Bin außerhalb der Gates gewesen und konnte ohne Boardingpass auch nicht rein. Dort gab es nämlich bequeme Liegemöglichkeiten, wo man die Nacht am Airport gut verbringen konnte. Check in ging erst 2 Stunden vor dem Flug. Und so wusste ich nicht so recht wo ich denn die Nacht hin soll. Hotel war zu teuer, was blieb mir dann anderes übrig als mir irgendwo ein Plätzchen zum Schlafen zu suchen. Tja und da war der Boden grad recht genug. So legte ich mich in einem abgelegenen Bereich auf den blanken, harten, kalten Boden. Hatte keine Unterlage oder Decke. Nur meine Fleecejacke konnte mich ein wenig wärmen. Ich war soo müde und ich konnte tatsächlich etwas schlafen. Natürlich nicht der beste Schlaf aber ist ja schon mal was!
Bis um 2 Uhr verging die Zeit recht schnell aber danach…. Um 4.30 Uhr bin ich dann auf und holte mein Gepäck wieder ab. Das hatte ich den Abend bevor im Baggage Store abgegeben. Zum Glück konnte ich auch schon bald einchecken und in den Innenbereich, wo ich auch eine Möglichkeit fand mein Handyakku wieder aufzuladen. :)
Darüber freut man sich dann! ;)

Der Flug nach Bangkok verlief reibungslos, dort konnte ich auch gleich für meinen Weitreflug nach Kho Samui einchecken. Und jetzt passt auf, sitze ich gerade in der Bangkok Airways Lounge mit Free Wifi und Free Essen & Trinken. So schnell kanns gehen… vom Penner bis zum VIP ;)
Warte jetzt auf meine Schneckiiii, die in ner guten Stunde landet!! Freu mi sooooo!!! :)

Goodbye Lorne, Melbourne, Australien

Montag, 05.08.2013

Nachdem ich Lorne vor einer guten Woche verlassen habe, bin ich nach Melbourne. Der Abschied in Lorne war gar nicht so einfach. Hab so viele liebe Leute getroffen und ich war halt doch 4 Monate dort. Etwas Tränenreich :(

Mit Bus und Zug gings dann nach Melbourne, wo mich Jane mit Familie abholte. Konnte die Woche dort verbringen, was total super war. Phillip Island, wo man die Pinguine aus dem Wasser watscheln hat sehen können und Sightseeing in der City.



Auch meine große Shoppingtour darf man nicht vergessen! War eines der wichtigsten Dinge auf meiner Melbourne To Do Liste :)
Endlich wieder neue Klamotten :) :) Meine Alten konnte ich schon lang nicht mehr sehen!!!
Am vorletzten Tag, nahmen mich Jane und Alex zu einem Football Match live ins Etihad Stadion mit! War ein tolles Erlebnis obwohl ich nicht viel Ahnung von Footy hatte ;)



Am Sonntag musste ich Goodbye auch zu Melbourne sagen und es ging nach Brisbane wo ich meinen Rückflug nach Deutschland antrete. Zum Glück noch mit einem 4wöchigen Stopover in Thailand!
Kanns noch gar nicht richtig glauben, dass mein großes Abenteuer Australien jetzt vorbei ist! :( Mit einem weinendem und einem lachendem Auge geht’s näher Richtung Heimat wieder!

Jetzt gehts ans Geldverdienen ;)

Donnerstag, 27.06.2013

Hallo hier bin ich wieder ;)
Nach über zwei Monaten dachte ich mir dass ich doch mal wieder meinen Blog aktualisieren könnte. Bin immer noch in Lorne. Ein Örtchen an der Great Ocean Road wo im Sommer der Bär steppt. Momentan ists hier eher ruhig, alle Backpacker sind in den warmen Norden geflüchtet. Für mich aber ganz gut, so kann ich mein geplündertes Bankkonto mit zwei Arbeitsstellen aufbessern ;) Arbeite fünf Tage in einer Bäckerei wo ich meist für die leckeren Sandwiche verantwortlich bin.

Dort hat man auch nicht immer die besten Umstände zu arbeiten. Dadurch, dass es Winter ist und die Temperaturen nur noch um die 12 Grad sind, kann es auch mal zu ein paar mehr Regenschauern kommen. Die können dann auch über Tage gehen sodass in der Bäckerei sich ein kleiner See bildet ;) Aber kein Grund zur Sorge, wir machen das Beste draus, nehmen es mit Humor, basteln ein kleines Piratenboot und lassen es auf dem überschwemmten Boden schwimmen.


Die anderen zwei Tage bin ich in einem Tea House am Geldverdienen. Dort ist superschön zu arbeiten, nette Atmosphäre und der typisch Aussie Boss macht es sehr familiär. Hör mehrmals am Tag „good work darling“, „catch you later mate“ :).



Dort bin ich eher Koch und Konditorin. Neben Cakes und Scones backen, lerne ich noch wie man Suppen, Sausagerolls und Frittatas kocht. Weiter verkaufe ich noch verschiedene Teesorten (stehen ja nur 92 zur Auswahl) ;)



Ja in den letzten zwei Monaten habe ich sehr viel gearbeitet, hatte vielleicht nur 3 Off-Tage. Aber wer so viel ausgibt muss sehen dass das Geld wieder reinkommt ;)
Und es hat nicht nur den einen Vorteil ein paar Dollars zu verdienen, sondern man lernt auch jede Menge neuer Leute kennen. Ganz liebe Franzosen, Italiener, Portugiesen, Deutsche, Engländer, Iren und v.a. ganz viele local Aussie people. Mit denen verbringt man dann viele schöne Abende in der Cuda Bar (Pirate Party) oder im Pub.



Die anderen Abende verbringe ich in meinem eigenen zu Hause. Natürlich kann ich das nicht mit meiner Wohnung in Deutschland vergleichen aber zumindest hab ich mein eigenes Zimmer mit TV, Küche und Bad mit genialem View aufs Meer.



Die nächsten vier Wochen bleibe ich noch in Lorne und danach geht’s nach Melbourne und Thailand. Abenteuerfortsetzung folgt…..

 

 

Great Ocean Road

Mittwoch, 10.04.2013

Als wir dann in der Früh in Melbourne landeten, war mal wieder Zeitumstellung (jetzt sinds nur noch 8 Stunden im Voraus zu Deutschland), hieß es mit ca. 35 kg Gepäck durch die Stadt um unseren Jucy- Campervan abzuholen. Bis wir den dann hatten und endlich weggekommen sind war es Nachmittag. Wir wollten eigentlich die ganze Innlandstrecke ans andere Ende der Great Ocean Road fahren, so dass wir drei Tage Zeit haben um die schönen Plätze zu besichtigen. Ohne Navi hätten wir nie aus der Großstadt Melbourne rausgefunden und dann auch noch Linksverkehr! Als es dann schon langsam dämmerte (im Dunkeln darf man ja eh nicht fahren da viele Tiere die Straßen dann überqueren), sind wir auf halber Strecke einen Campingplatz angefahren. Dort trafen wir gleich eine Aussiefamily die uns zum Lagerfeuer und Essen einlud. Naja das Essen hatten wir dann doch abgelehnt aber ans Feuer setzten wir uns sehr gerne. Sobald die Sonne weg ist, ist es richtig kalt! Leider, der Winter kommt! Die Family lebt nur im Campervan und reist von einem zum anderen Platz. So richtige „Naturburschen“ ;) Barfuß und nur einmal die Woche duschen ist das Motto ;) Der Rauch des Lagerfeuers übertüncht den Schweißgeruch! Wer´s mag! ;)

Am nächsten Morgen gings weiter und als wir an den ersten Lockoutpunkt an der Great Ocean Road kamen, waren wir echt überwältigt! Die riesigen Felsbrocken im Wasser, der Ausblick, das Meer wie es an die Felsen klatscht. Einfach faszinierend! Und so ging es dann weiter! Alle 300 m der nächste Aussichtspunkt mit immer wieder wunderschönen Ausblicken. Wir hatten natürlich auch so ein Glück mit dem Wetter. Strahlendblauer Himmel und Sonnenschein. Dadurch kam das türkisblaue Meer und die Felsen noch schöner zur Geltung.

Nicht zu vergessen sind die berühmten 12 Apostel. Leider war es dafür schon fast zu spät, die Sonne stand so tief, sodass wir leider nicht ganz so schöne Fotos machen konnten.

Nach dem tollen Tag hieß es dann wieder den nächsten Campingplatz suchen bevor es ganz dunkel wird. Dort angekommen haben wir in der Luxusküche des Vans erst mal gekocht. Macht ja echt auch Spaß auf so einem kleinen Gaskocher Nudeln mit Gemüse zuzubereiten. Nicht ganz so komfortabel wie in einer normalen Küche aber der Van ist so gut ausgestattet, dass es auch ohne Probleme klappt. Wer hätte gedacht das ich mal auf einen Campingplatz im Auto koche ;)

Das Bett war auch echt bequem und ich konnte recht gut schlafen.

Morgens mussten wir uns wieder eine öffentliche Dusche suchen wo wir auch noch 4 Dollar zahlen mussten. Frisch geduscht fuhren wir weiter und es war genauso schön wie am Vortag. Einen längeren Halt legten wir in Lorne ein. Kleiner Ort wo die Erskine Falls zu sehen waren und einem schönem Pier wo wir uns einen Kaffee gönnten.

Und wie der Zufall will, am Ende meiner Travellertour, kam ich mit einer aus dem Cafe ins Gespräch. Ich erzählte ihr, dass ich jetzt dann in Melbourne einen Job suche und sie meinte, dass hier jemand gesucht wird. Und warum nicht ganz spontan sein und hier zu bleiben. Ich klärte alle weiteren Dinge mit der Chefin und organisierte meine Unterkunft. In zwei Tagen werde ich hier also meinen neuen Job in einem Cafe/Bäckerei starten. Es fügt sich doch eins dem anderen.
Am nächsten Tag regnete es immer wieder, aber wir wollten ja nicht meckern. Hatten die letzten Wochen soo Glück mit dem Wetter und das letzte Stück der Great Ocean Road war eh nicht mehr ganz so schön. Ein kleineres/größeres Problem stand uns in Melbourne bevor. Wo sollten wir dort schlafen? Einfach auf der Straße stehen mit dem Campervan ist verboten (Strafe 280Dollar) und einen Campingplatz gibt es nicht. Aber die Not macht erfinderisch. Warum nicht einfach privat wo nachfragen ob man sich denn nicht auf das Grundstück stellen darf. Nach dem zweiten Anlauf hatten wir schon Glück und wir durften uns auf ein Firmengrundstück stellen.
In der Früh brachte ich dann den Van zurück und machte mich mit dem Zug auf zu meiner neuen Arbeitsstelle nach Lorne.

Kangraoo Island - eine faszinierende Insel

Samstag, 06.04.2013

Die letzten Touren kommen alle Schlag auf Schlag. Kangaroo Island war eines von den schönsten Touren. Die haben nicht ganz so gut angefangen aber zum Schluss kommt halt das Beste! Als wir vormittags mit der Fähre auf Kangaroo Island ankamen, wartete unser Guide Greg schon auf uns. Alle stiegen in den Tourbus einund los gings auf eine Schafsfarm. Dort hat uns der Farmer gezeigt, wie er seine Schafe schert und erzählte uns was sonst noch so anfällt.

Danach machten wir an einer tollen Aussicht aufs Meer Halt. Echt Wahnsinn wie schön hier das Wasser ist. Türkisblau und so klar. Da kann die Ostküste auf keinen Fall mithalten.

Noch einen weiteren kleinen Stopp legten wir auf einer Eukalyptus-Emu-Oil-Farm ein

und nach dem Mittagessen besuchten wir die australischen Seelöwen am Strand. Wahnsinn!! Absolutes Highlight des Tages! Liegen einfach da und räkeln sich in der Sonne! Die mögen die Sonne wohl so gern wie ich ;) Hätte mich ja fast dazulegen können!

Sandboarden und einen kleinen Beachwalk machten wir noch vor dem Dinner in unserer Lodge.
Am nächsten Tag nach dem Frühstück machten wir einen kleinen Ausflug in den Koalapark. Dort waren so viele Koalas zu sehen und einer war sogar ziemlich weit unten gesessen :) Ich hätte ihn so gern angefasst aber sind ja wilde Tiere und das sollte man doch lassen :(

Unsere Unterkunft erinnerte wohl eher an ein Hotel als an ein Hostel. Große 8-Bett-Dorms, total sauber, die Küche hatte sogar eine Spülmaschine und im Aufenthaltsraum gabs sogar einen Billiardtisch :)


An den Remakeable Rocks kam ich mir fast wie am Ayers Rock vor

und als wir dann vor dem Lunch noch zu den neuseeländischen Seelöwen kamen war ich noch mehr fasziniert von der Insel. Was für tolle Tiere und wie schön doch die Natur sein kann!

Der Hansons Bay war der schönste Strand was ich bis dato gesehen hab! Glasklares Wasser, türkisblau und weißer Sand. Hier hätte ich noch länger bleiben können.

Am Abend gings mit der Fähre wieder zurück nach Adelaide und leider kamen wir erst um 22.30 Uhr im Hostel an. Am nächsten Tag mussten wir ja schon um 05.00 Uhr raus da der Flieger nach Melbourne um 07.30 Uhr geht. So blieb nicht viel Schlaf übrig. Und in den nächsten Tagen hieß es fit sein für die Great Ocean Road.

Mehr frieren als Delfinschwimmen

Donnerstag, 04.04.2013

Und weiter geht’s nach Adelaide. Besser gesagt in den Suburb Glenelg. Direkt am Meer und wirklich sehr schön. Viele sagen ja das Adelaide nicht sehenswert ist aber hier kann mans doch ein paar Tage aushalten. Wir hatten auch mal wieder sooo Glück mit dem Wetter und nur Sonnenschein.

Am 4.4. gings in der Früh zum Delfinschwimmen. Ich freute mich schon richtig aber als wir dann mit dem Boot raus fuhren wars nicht mehr so schön. Mussten gleich einen nassen Wetsuit anziehen und dann saßen wir an Deck und es war eiskalt!!!!! Ich fror wie ein nasser Hund und ich hatte schon keine Lust mehr. Wir fuhren dann auch über eine Stunde und die Crew hielt nach Delfinen Ausschau. Leider waren erst mal keine in Sicht. Doch dann hieß es plötzlich, alle ganz schnell rein ins Wasser – Delfine! Die ganzen Leute hielten sich dann an einem Seil fest und mit voller Schnorchelausrüstung sollten wir dann unter Wasser die Delfine sehen.

Naja, so schnell wie das alles ging hab ich natürlich keine gesehen. Als dann alles vorbei war, wieder alle raus aus dem Wasser und weiter warten auf die nächsten Delfine. Das Spiel machten wir dann ein paarmal aber ich hab nicht wirklich Delfine neben mir herschwimmen gesehen. Außerdem wars mir sooo kalt sodass ich mich entschloss wieder anzuziehen und die Delfine vom Boot aus zu beobachten. Und das war dann wirklich viel besser!

Mittags war dann das ganze Spiel vorbei und wir fuhren zurück zum Hafen. Hm, das nächste Mal schwimm ich dann doch nicht mehr mit freien wilden Delfinen.
Ansonsten genossen wir noch das Wetter und machten eine Straßenbahnfahrt nach Adelaide. Dort gibt’s wie in jeder anderen Stadt auch viele Shoppingmöglichkeiten.

 

Am Wochenende geht’s auf Kangaroo Island :)

Outback - die beste Tour!

Dienstag, 02.04.2013

Auf das nächste Abenteuer hatte ich eigentlich gar keine Lust mehr. Alice Springs und Outback war angesagt. Der Flug war gut aber das Hostel etwas gewöhnungsbedürftig. War halt doch nur eine Absteige für die Nächte vor und nach der Rocktour.
Am Ostersonntag wurden wir um 6 Uhr morgens von Adventure Tour abgeholt. Die zwei Guidemädls empfingen uns ganz lieb und als wir alle dann komplett waren ging unsere kilometerlange Fahrt zum Ayers Rock los. Den meisten vormittag schliefen alle im Bus. Drei Stopps wurden nur dort eingelegt wo Rastplätze vorhanden waren. Ansonsten gabs auf der Fahrt, die fast sechs Stunden ging nur Landschaft, Weite, roter Sand und ein paar Sträucher, sonst nichts. Und das hunderte von Kilometer. Echt Wahnsinn!

Dort angekommen gabs Lunch auf einem Campingplatz und nachmittags fuhren wir noch weitere Kilometer zum Kings Canyon. Dort machten wir einen 10 km langen Fußmarsch hoch. War schon sehr beeindruckend die roten Felsen und das prima Wetter dazu. Der Ausblick war auch so schön und der Walk hat nach so einer langen Fahrt richtig gut getan. Außer die Fliegen, die waren nicht so toll… setzten sich überall auf dich, gingen in die Ohren, Nase und Mund. Ich hatte mir ja in Alice Springs ein superchickes Netz gekauft, sodass man diese nicht immer im Gesicht hatte. War ja überhaupt nicht mein Style! ;)

Abends gings dann in unser Camp zurück wo wir dann zum Dinner Spaghetti Bolognese bekamen. Kurze Dusche und dann auch schon ab in die Federn. Obwohl, ist doch ein wenig übertrieben. Haben uns mitten im Camp mit unserem Swag und Schlafsack auf den Boden gelegt und unter freiem Sternenhimmel geschlafen. Musste mich natürlich ganz dick einpacken mit Schal, Kaputzenpulli, dicke Socken und Leggings. Die Nacht war wirklich kalt und auch das ja keine Spinnen oder Schlangen mich in der Nacht belästigen. Ich konnte erstaunlicherweise ganz gut schlafen, jedoch zum Morgen hin, ists mir dann richtig kalt geworden.


Nach einem schnellen Frühstück hatten unsere Guides noch eine kleine Überraschung für uns. Dadurch dass Ostermontag war, mussten wir auf Schokoeiersuche gehen. Wie die Kinder liefen wir durch das Camp und suchten. Wie lang ist das her dass ich Ostereier gesucht habe :)
Dann gings ab zum Uluru. War wieder eine ewig lange Fahrt. Zuerst Lunch und danach gings um den berühmten Felsen einmal drumherum. Die Guides erzählten uns einiges über die Aboriginis und man hatte den Eindruck man wäre wieder in der Steinzeit angekommen.


Um 18.45 Uhr war Sonnenuntergang wo wir den Felsen nochmal von einem Aussichtspunkt aus gut sehen konnten. Leider war der Himmel nicht ganz so klar und man konnte den Uluru nicht von seiner schönsten Seite sehen. Aber man will ja nicht meckern ;) Es war trotzdem ein wahnsinniges Erlebnis!


Abends angekommen im Camp gabs BBQ. Und diesmal nicht irgendein Fleisch sondern Känguruh und Camelwürstchen. Die Würschtl haben etwas nach Lamm geschmeckt aber das Känguruhfleisch war umso besser. So zart und fein und schmeckte leicht süßlich. :)Danach gings wieder ab in den Swag mit Schlafsack. Aber wer hätte das gedacht, dass mir das besser gefällt als in einem Zelt schlafen. Fühlte mich gleich richtig wohl darin ;)
Am nächsten Tag wurden wir um 4.30 Uhr mit „Waky Waky“ geweckt um auch noch den Sonnenaufgang am Ayers Rock zu sehen. Morgens wars leider auch noch wolkig und die roten Farben am Himmel kamen nicht ganz so gut zur Geltung.

Den letzten Vormittag verbrachten wir dann noch am Kata Tjuta, auch ein toller roter Berg wo wir einen dreistündigen Marsch hinlegten.

Nach dem Lunch gings wieder zurück nach Alice Springs. Die Busfahrt versüßten wir uns mit ein paar Spielen. Echt witzig, wie erwachsene Leute so einen Spaß mit Kinderspielen haben können. Um 18 Uhr waren wir dann endlich da und außer ein Bett brauchten wir an dem Tag nicht mehr viel. Die letzten drei Tage über 1500km gefahren. Aber ich muss sagen, dass mir das Outback und die Tour absolut am besten gefallen hat. Hatte dort eigentlich erst das Gefühl in Australien angekommen zu sein.

Gold- & Sunshinecoast

Freitag, 29.03.2013

Zwischen den ganzen Touren hat man jetzt auch mal Zeit um selbst die Ostküste zu erkunden. Darunter zählte auch Noosa. Das kleine Örtchen ist nicht ganz so auf Party aus und die betuchteren Leute finden hier ein zu Hause. Hierher musste ich gar nicht mit dem Greyhound fahren, sondern konnte mich bei Dominik und Simona anschließen. Kaffee trinken, Beachküstenwalk, Surfcup und Sonne am Strand genießen. Endlich mal keinen Terminstress ;)

Nach zwei Tagen gings dann auch von da wieder weiter.
Surfers Paradies soll ja die Partyhochburg schlechthin sein und machte auch ein wenig den Eindruck als wäre ich im kleinen Miami angekommen. Überall Hochhäuser und daneben der lange Sandstrand. Der war jedoch von den ganzen Unwettern in den letzten Wochen nicht ganz so schön. Alles sehr Touristenmäßig und hat keinen Flair. Abends in den ganzen Pubs kommst du dir mit 28 schon ziemlich alt vor. War schön einen Zwischenstop eingelegt zu haben aber zwei Tage reichte völlig aus.


Byron Bay 
Easy Hippie- und Kifferstadt. Hier gefällts mir schon besser. Soll nicht heißen das ich jetzt anfange Gras zu rauchen aber die Leute sind hier sehr freundlich, lächeln die ganze Zeit und sind alles andere als hektisch. Das Hostel war schön, mit Swimmingpool und vielen Aktivitäten die angeboten wurden. Z.B. Yoga, Bushwalk, Schmuck selber basteln.

Am ersten Tag lernte ich auch schon sooo viele neue Leute kennen mit denen man dann auch die nächsten vier Tage verbrachte. Privatsphäre wird hier eh als Fremdwort bezeichnet. Man lernt aber auf der ganzen Reise auf jeden Fall, wie schön es sein kann, auch mal allein zu sein. Abends gings dann in einen Club, wo alle auf den Tischen tanzten und Party machten, so was hab ich noch nicht erlebt. Verrückte Hippies ;)
Den zweiten Tag verbrachten wir am Strand und am späten Nachmittag verabredeten wir uns alle zum BBQ. In fast jeder Stadt gibt es am Strand öffentliche BBQ- Stellen wo man mit ein paar Leuten grillen konnte. Es dauerte zwar ewig bis das Fleisch fertig war aber auf jeden Fall ein cooles Erlebnis. Um uns herum mehrere Gruppen im Gras sitzen, mit Gitarre und sagen dazu.


Sonntag gings im strammen Fußmarsch zum Leuchtturm wo dann auch der östlichste Punkt Australiens ist. Die Ausblicke, was man von den Küsten bekommt ist echt traumhaft schön und man fühlt sich soo frei :)

und v.a. muss man nicht immer wieder das gleiche erzählen „reist du die Ostküste hoch oder runter?“ „wo kommst du her?“ „was machst du hier?“ Das kann dir nach einer Zeit ziemlich auf die Nerven gehen, alles nur so oberflächlich. Und wenn man die Leute schon kennt, kann man dann mal „tiefsinnigere“ Gespräche führen ;)


Die letzten beiden Abende verbrachten wir mit den Leuten von der Whitsundaystour. Man trifft sich ja eh fast überall wieder. Ist echt witzig :)

Nach den vier schönen Tagen in Byron Bay gings nach Coffs Harbour.
Jedoch der Reisetag am 26.3.13 war keines Falls schön! Nachdem ich im Hostel in Byron vormittags auschecken musste und der Bus erst mittags ging, bewahrte ich mein Gepäck wie in jedem anderen Hostel auch, auf dem Gang auf. Als ich dann mein Gepäck wieder holen wollte, sah ich, dass meine eine Tasche durchwühlt war und meine neue Jeansshort samt Gürtel weg war. Wahrscheinlich hat derjenige gedacht, er könnte meinen Gürtel für etwas Hasch eintauschen!! Ich war soo sauer und genervt! Aber es ging noch weiter. Die Greyhoundfahrt dauerte auch länger als gedacht, weil der Bus auf halber Strecke wegen Motorproblemen halten musste. Da standen wir erst mal im Nirgendwo und warteten fast drei Stunden bis ein neuer Bus uns abholte. Endlich angekommen in Coffs Harbour wollten wir nach dem Abendessen die Stadt ein wenig erkunden. Doch hier gibt es anscheinend nicht viel zu sehen. Ein Einkaufscenter und einen kleinen Hafen wo sich ein Yachtclub befindet. Innenstadt mit kleinen Cafe´s oder Pubs – Fehlanzeige! Ach obwohl, wir irrten dann noch im stockdunklen Industrieviertel umher, bis wir unser Hostel wieder fanden. In der Nacht setzte unsere Zimmermitbewohnerin noch einen drauf. Die schnarchte so laut und ließ sich auch nicht wecken, sodass wir nicht wirklich schlafen konnten. Und morgens klingelte ihr Wecker um 6 Uhr mindestens fünf Minuten lang weil sie ihren Wecker nicht mehr fand…. Oh nein, noch so einen Nacht halten wir nicht aus und so fragten wir einfach an der Rezeption nach einem neuen Zimmer. Und wir hatten Glück (muss man ja auch mal haben) die nächste Nacht verbrachten wir mit einem Chinesen, den man überhaupt nicht hörte oder sah. Tja, und was es sonst noch so zu erzählen gibt… Nichts! Man kann hier nichts machen außer auf unseren nächsten Bus warten, der am 28.3 nach Sydney erst Overnight um 0.55 Uhr geht. So mussten wir den Tag auf der Parkbank wie die letzten Penner irgendwie rumbringen. Ich sag ja, langsam reichts mit den ganzen Abenteuern! ;)

Brisbane, besser als gedacht

Dienstag, 19.03.2013

Nachdem ich verschiedene Meinungen über Brisbane gehört habe, entschloss ich mich zwei Tage dort zu verbringen. Ich wurde von dem Hostelmanager persönlich an der Trainstation abgeholt und wir fuhren ins Hostel. Dort wimmelte es nur voller Chinesen, aber alle soo freundlich und nett ;) Das kleine Hostel wird von einer thaiwanesischen Familie geleitet und sie dich sogar mit Namen ansprechen. Auch Europäer arbeiten dort, wie auch der Manager Paul. Nach meiner Ankunft erkundete ich erst mal die Innenstadt, wo es viele gute Shoppingmöglichkeiten gab, hab jedoch nichts gekauft ;) Abends machte Paul BBQ und wir saßen alle zusammen zum quatschen. Nach meinen letzten Abenteuern genau das Richtige für mich. Es fühlte sich so gut an mal wieder wie in einer Familie Abend zu Essen. Am nächsten Tag zeigte uns (Nadine war auch in dem Hostel untergekommen) Paul ein bisschen mehr von Brisbane wo man eigentlich nur mit dem Auto hinkommt. Sprich einen persönlichen Guide gabs gratis dazu ;) Das gibt’s in keinem anderen Hostel, dass der Manager sich um seine Backpacker so kümmert. Das macht es aber aus, klein und familiär. Brisbane ist wirklich eine sehr tolle Stadt (auch bei Nacht) nicht so groß wie Sydney aber genauso schön! Morgen dann weiter in die Partyhochburg Surfers Paradies.

 

Achterbahnfahrt & zu viel Abenteuer geht weiter

Mittwoch, 13.03.2013

Die Silverstarfahrt ging weiter :) Mittwoch um 9 Uhr hieß es dann ab in die Jeeps und mit der Fähre auf Fraser Island. Dort wurden wir dann gleich von der Flut überrascht, sodass die Fahrt am Strand zu einem großen Abenteuer wurde. Mussten immer wieder anhalten um nicht den Motor voll mit Wasser zu haben. Nach kilometerlanger Strandfahrt ging es dann ins Innere der Insel. Haha, Achterbahn ist nichts dagegen. Hoch und Runter tlw. so schlimm, dass wir mehrmals mit der Stoßstange aufgesetzt sind. Man kann sich das nicht vorstellen, die ganze Insel voller Sand auf der man sich fast wie im ganz normalen Straßenverkehr verhalten muss. Es waren sogar Geschwindigkeitsbegrenzungen am Rand aufgestellt. Am Strand durfte man 80km/h fahren und in der Mitte 30 km/h. Ich bin natürlich auch gefahren und hab sogar die Geschwindigkeit eingehalten.

Zuerst gings an den Lake McKensy, wo wir uns dann erst mal abfrischten. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter, drei Tage Sonnenschein. Auf dem Weg ins Camp sind wir an dem Schiffswrack vorbeigekommen, das schon seit 1960 dort an Land gespült wurde.

Dann kamen wir zu dem Camp. Ok, jetzt bin ich im Dschungel angekommen. Überall nur Bäume, eine Kochstelle, eine provisorische Spüle und Zelte. Zum Abendessen gabs BBQ wo ich dann ein paar Schauergeschichten von Spinnen, Skorpione und Dingos erzählt bekam. Ist ja überhaupt nichts für mich und ich hätte fast weinen können. Wie soll ich nur die Nacht in dem Zelt überstehen. Ich hab noch nie zuvor in einem Zelt geschlafen. Irgendwann ging es dann ins Bett (naja eine Matte und einen offenen Schlafsack im Zelt). Hab natürlich zuvor mein ganzes Zelt mit Taschenlampe abgeleuchtet und nichts an Krabbelviecher gefunden. Die Nacht konnte ich erstaunlich gut schlafen aber in der Früh begrüßte mich dann eine große Spinne. Gott sei Dank war sie zwischen den Zeltlaken und konnte mir nicht wirklich gefährlich werden.

 

Nach dem Frühstück gings dann Sandboarden wo wir erst mal einen halbstündigen Bushwalk hinlegen mussten. Schon faszinierend, erst Dschungel und von jetzt auf gleich überall Wüste.
Dann mehrere Lakes gesehen und in den Champangne Pool gesprungen. Die Aussichten, der Strand und das Innere der Insel waren schon faszinierend und v.a. weil es keine geteerten Straßen gibt sondern nur Sand auf dem man fährt.


Aber trotzdem muss ich dieses Abenteuer nicht immer haben. Selbst wenn man auf Toilette muss, durfte man nicht allein gehen. Es könnten ja die Dingos kommen und einen anfallen. Sehen zwar harmlos aus aber die können einen auch zerfleischen. Deswegen immer schön den Dingostick mit dabei haben.


Freitag Nachmittag fuhren wir zurück zum Hostel in Rainbow. Wie man sich freuen kann auf ein normales Bett im 6-Bett-Dorm. Morgen geht’s weiter nach Nossa.

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.